Kurz und bündig

 

Soziale Marktwirtschaft

 

 Erziehungsgehalt

"Ein Gleichgewicht zu finden zwischen sozialen Werten und der Macht der Marktwirtschaft, und soziale Fragen als einen Entwicklungsfaktor anzuerkennen und nicht als ein Nebenprodukt der Wirtschaft: Das ist genau das Motto das letztlich unser europäisches Lebensmodell ausmacht." (Wolfgang Schüssel)

Familienwahlrecht

Der Vorarlberger ÖVP-Landtagsabgeordnete Josef Türscher sprach sich für das Familienwahlrecht aus. Seine grünen und roten Kolleginnen, die sogleich protestierten. legte er einen Blick über die Grenzen nahe: "48 Mitglieder des Deutschen Bundestages aus allen Fraktionen, darunter so prominente wie die Grüne Abgeordnete Vollmer, haben 2003 einen Antrag für ein Wahlrecht von Geburt an gestellt". Türtscher betont, dass insbesondere der Vorwurf, kinderlosen Menschen würden durch ein Familienwahlrecht diskriminiert werden, doch etwas skurril anmutet. "Im Umkehrschluss hieße das, dass momentan Menschen mit Kindern diskriminiert wären!" Eltern würden das Stimmrecht ihrer Kinder treuhänderisch ausüben, so wie sie ja in vielen Lebensbereichen Entscheidungen für ihre unmündigen Kinder treffen.
  Zum Thema Geburtenrückgang, der unseren Kontinent noch vor schwere Probleme stellen wird, hat der zuständige EU-Kommissar Vladimir Špidla zugesagt, nicht nur Initiativen für eine bessere Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie zu fördern, sondern auch die Erfahrungen Norwegens und Frankreichs mit ihren ersten Schritten hin zu einem Erziehungsgehalt vorurteilsfrei zu prüfen. Doch materielle Maßnahmen genügen nicht. Die Zukunft gewinnen die Europäer nur dann, wenn ihnen ein radikaler Mentalitätswandel hin zu einer lebensbejahenden, kinder- und familienfreundlichen Gesellschaft gelingt, wie man sie selbst in bitter armen Weltregionen findet.

Europas Grenzen

"Osteuropa beginnt dort, wo Russland anfängt... Galizien und die Bukowina gehören auf jeden Fall zu Europa. Es wäre ein fataler Fehler, die Ukraine vor der Tür zu lassen. Und irgendwie sogar die Weißrussen, das merkt man sehr stark, wenn man mit ihnen spricht. Und was ist mit Armenien und Georgien? Georgien ist das älteste christliche Land in Europa, das dürfen wir nicht vergessen". (Otto von Habsburg)

 

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